Die Unterelbe'sche Eisenbahn
Etappe 1:
Harburger Hbf - Harburg UE
Fotobeschreibung:
Text
Harburg Staatsbahnhof (1847 - 1897)
Harburg Grubestraße (1872 - 1897)
Harburg Staatsbahnhof (1847 - 1897)
(Hannoverscher Bahnhof, Harburg)
Durch Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes, die Eisenbahn erreichte mit Fertigstellung der Bahnstrecke Hannover - Celle – Lüneburg - Harburg bereits vor Mitte des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1847, die Industrie- und Hafenstadt an der Elbe.
Geschichte und Entwicklung der Stadt Harburg waren auch hier, wie bei so vielen Städten; nicht nur im Deutschen Reich, eng mit dem Ausbau eines nationalen, engmaschigen Eisenbahnnetzes verbunden.
Nach erfolgter Planung wurde im Jahr 1844 mit den Bauarbeiten eines Kopfbahnhofs direkt am Hafen, auf einer Halbinsel vis-à-vis der Harburger Schloßinsel begonnen.
Der erste Harburger Bahnhof, der Staatsbahnhof auf dem Schellerdamm, konnte in nur dreijähriger Bauzeit pünktlich zur Eröffnung der Bahnstrecke, am 1. Mai 1847, fertig gestellt werden.
Zu den Bahnanlagen des Harburger Staatsbahnhof gehörten neben dem Empfangsgebäude samt viergleisiger Bahnhofshalle verschiedene Verwaltungs- und Werkstattgebäude, ein Ausbesserungswerk, sowie umfanfreiche Anlagen für den Güterumschlag.
Auf der östlichen Seite des Schellerdamm entstand eine zollfreie Zone für den Güterumschlag in den Harburger Häfen am Östlichen Canal.
In der früheren „Zollfreie Niederlage“ wurden hier alle vom im Harburger Hafen angelangten, importierten Güter zolltechnisch behandelt.
Die Bahnanlagen am Staatsbahnhof waren nach dem damaligen Stand mit modernster Technik in bahntechnischer Ausstattung wie Stellwerke, Signal- und Schrankenanlagen, Prellböcke, Drehscheiben und Kräne ausgestattet.
Seinerzeit waren die Eisenbahnen das schnellstes Verkehrsmittel.
Die damaligen Zeitgenossen konnten auf einmal viel größere Entfernungen in wesentlich kürzerer Zeit zurück zu legen, als das mit den bis dato genutzten Postkutschen jemals möglich war!
Für die örtliche Wirtschaft war es mit einem Bahnanschluß nun überall möglich, über weite Entfernungen große Mengen an vor Ort erzeugten, sowie produzierten Waren von A nach B zu transportieren!
Kurzum; ein Bahnanschluß mit Bahnhof wertete die Städte und Gemeinden, die einen solchen besaßen, damals gewaltig auf!
So profitierte auch die Stadt Harburg, die hier ansässigen Industrien und Betriebe und vor allen Dingen die vorhandene Hafeninfrastruktur von der Eisenbahn.
Mit der Bahn war schnellerer und somit natürlich kostengünstigerer Umschlag und Weitertransport zu den Kunden möglich.
Was dann auch den gewählten Standort des Bahnhofs am Harburger Hafen erklärt!
Die Eisenbahn als wichtiger Dienstleister wurde daher schnell unverzichtbar!
Im Jahr 1872 erfolgte dann, mit Brückenschlägen über die Süder- und Norderelbe die Erweiterung der Eisenbahn nach Norden und damit die Anbindung Hamburgs zum Hannoverschen Bahnhof (auch Pariser- und / oder Venloer Bahnhof) am Ericuscanal.
Mit der neuen Bahnverbindung über die Elbe und der Anbindung Hamburgs wurde an der damaligen Grubestraße ein neuer Harburger Bahnhof eröffnet.
Der Bahnhof Harburg, auch „Venlo Hamburg Bahnhof“ genannt entstand auf der Ostseite vom Hafen Canal an der Grubestraße (heute Hannoversche Straße)
Seither wurde der Bahnhof am Schellerdamm bis zur Eröffnung des Harburger Hauptbahnhofs im Jahr 1897 nur noch von wenigen von Süden kommenden Personenzügen und nach Öffnung der Verbindungsbahn zum Bahnhof Harburg-Unterelbe von verschiedenen Zügen der Unterelbe'schen Eisenbahn genutzt.
Der Großteil des Personenzugbetrieb verlagerte sich, nach und nach immer mehr an den Bahnhof an der Grubestraße und nach 1997 ausschließlich an den Harburger Hauptbahnhof (heute Hamburg Harburg).
Nach und nach wurde der Bahnhof auf dem Schellerdamm zu einem reinen Güterbahnhof aus- und umgebaut, der noch bis Mitte der 1990er Jahre in Betrieb war.
Bis zum Jahr 2002 wurden hier dann fast die kompletten Gleisanlagen abgebaut.
Heute erinnern nur noch zwei denkmalgeschützte, ehemalige Werkstattgebäude sowie Fragmente daran, das hier auf dem Schellerdamm einmal ein großes Bahngelände sowie ein großer Personenbahnhof beheimatet waren.
Bahnhof Harburg Grubestraße (1872 BIS 1897)
(Venlo- Hamburger Bahnhof, Harburg)
Der zweite Harburger Bahnhof war der „Venlo- Harburger Bahnhof“.
Als sich die Planungen für eine Eisenbahnverbindung über die Elbe hinweg nach Hamburg anbahnten, wurde es in Harburg Zeit für einen Bahnhof, der an der Strecke lag.
Ansonsten hätte man für viele der Bahnverbindungen im Staatsbahnhof „Kopf“ machen müssen.
In vierjähriger Bauzeit wurde von 1868 bis 1872 entstand an der damaligen Grubestraße ein neuer Bahnhof für Harburg.
Dieser neue Bahnhof wurde durch den Brückenschlag über die Süder- und Norder- Elbe im Zuge der Inbetriebnahme der Bahnverbindung nach Hamburg möglich.
Der Bahnhof lag östlich der damaligen Grubestraße, wo heute die Hannoversche Strasse verläuft.
Mit dem Bau der zwei Brücken und der Anbindung von Hamburg im Norden besaß die Stadt Harburg nun zwei Bahnhöfe.
Zum einen den Staatsbahnhof auf dem Schellerdamm (Hannoverschen Bahnhof).
Hier wurden nur noch die Züge nach Süden, also nach Lüneburg, Celle und Hannover abgefertigt.
Nach Anbindung der Unterelbebahn über die eingleisige Verbindungsbahn (ein Ärgernis! Doch davon später mehr!) und den Bahnhof Harburg-Unterelbe war der Staatsbahnhof dann auch ab 1881 mit den Städten Buxtehude, Stade und Cuxhaven verbunden.
Zum anderen der Bahnhof an der Grubestraße an denen die nach Hamburg und weiter durchgehenden Züge (ohne Kopf zu machen) abgefertigt wurden.
Am 15.10.1872 fuhr dann die erste Eisenbahn zwischen Harburg und Hamburg.
Nach knapp 25 Jahren in Betrieb wurde der Personenbahnhof an der Grubestraße geschlossen, er wurde im Jahr 1897 mit dem Bau des Harburger Hauptbahnhof überflüssig.
Zum Bahnhof an der Grubestraße gehörten ein Betriebswerk mit umfangreiche Werkstätten sowie ein 14ständiger Ringlokschuppen mit Drehscheibe.
Es wurden der Zeit gemäß modernste Signal und Weichentechnik verbaut.
Mehrere Stellwerke gewährleisteten einen sicheren Betrieb.
Auch einen, allerdings nicht sehr unfangreichen Güterbereich gab es hier zunächst.
Auf der anderen Seite der Grubestraße verliefen damals verschiedene Gütergleise entlang der Schiffsliegeplätze am westlich davon liegenden Hafen Canal (der Hafen Canal wurde in den 1930er Jahren zugeschüttet).
Das gegenüber dem ehemaligen Personenbahnhof liegende Bahnbetriebswerk wurde später in das Eisenbahnausbesserungswerk Harburg umgewandelt und wurde ebenfalls bis in die 1990er Jahre genutzt.
Heute steht auf dem Gelände des Ausbesserungswerks ein großer Garten- und Baumarkt.
Auf der Fläche des nicht mehr genutzten Personenbahnhofs entstand wie auf dem Gelände des Staatsbahnhof am Schellerdamm ein Güterbahnhof, welche beide bis Anfang der 1990er Jahre genutzt wurden.
Leider gibt es von der historischen Bahnstation an der Grubestraße nur ein einziges, aber wenig bekanntes Foto.
1850 Staatsbahnhof Harburg - koloriert
1975 Harburg Grubestraße - koloriert
Harburg Hbf (1897)
Harburg-Wilhelmsburg Hbf (1928)
Hamburg - Harburg (1937)
Der Harburger Hauptbahnhof war nicht der erste Bahnof der Stadt an der Unterelbe.
Bereits 1847 wurde der sogenannte Staatsbahnhof auf dem Schellerdamm eröffnet, der noch bis 1897 Personenzüge abfertigte.
Mit Eröffnung der Bahnstrecke nach Hamburg über die Elbbrücken übernahm der Bahnhof "Harburg" (Venlo- Hamburger Bahnhof) an der Grubestraße im Jahr 1872 einen Großteil der Fern- und Durchgangsverkehre über die Elbbrücken nach Hamburg und weiter nach Schleswig- Holstein.
Ausserdem wurde mit der Eröffnung der Unterelbebahn im Jahr 1881 der Bahnhof "Harburg Unterelbe" an der Buxtehuder Straße eröffnet.
Bis in die letzten zwei Dekaden des 19. Jahrhundert's wurden alle die bis und über Harburg hinausführenden Stecken von verschiedenen privaten Eisenbahngesellschaften betrieben, die alle ihre eigenen Bahnhöfe unterhielten.
1890 wurde als letzte der privaten Eisenbahnen die Unterelbe'sche Eisenbahn Gesellschaft, damit die Strecke Harburg - Cuxhaven von der preußischen Staatsbahn übernommen.
Mit dieser Übernahme wurde damals auch endlich der lange ersehnte zweigleisige Ausbau der Verbindungsbahn zum Harburger Staatsbahnhof realisiert.
Planung und Bau eines zentralen Hauptbahnhofs für Harburg:
1895 wurde im Auftrag der Preußischen Staatsbahn und der Eisenbahndirektion Hannover mit der Planung eines Zentralen Bahnhofs für die Stadt Harburg begonnen.
Unter Leitung des Architekten Hubert Stier, der auch für Entwurf des Hannoverschen- und Bremer Hauptbahnhof verantwortlich zeichnete, begannen unverzüglich die Planungen und schon 1896 der Bau des zentralen Hauptbahnhofs.
Die Architektur der beiden repräsentativen Empfangsgebäude sollte Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit der aufstrebenden Industriestadt Harburg verdeutlichen.
In der Planung war deren Funktion wie folgt aufgeteilt:
1. Ein Emsemble aus zwei Gebäuden, einem Verwaltung- und einem Empfangsgebäude.
Das Verwaltungsgebäude wurde auf der Südseite, am Bahnhofsvorplatz nahe der Hannoverschen Strasse errichtet.
Neben den Büros der Eisenbahnverwaltung waren im Verwaltungsgebäude auch die zwei Wartesääle für die Passagiere der dritten und vierten Klasse untergebracht.
2. Das Empfangsgebäude für die Reisenden wurde auf dem mittleren der drei Bahnsteige, zwischen den Gleisen errichtet.
Die zwei Gebäude und drei Bahnsteige sind durch Eisenbrücken und Treppenaufgängen an den Bahnsteigen miteinander verbunden.
Im Abfertigungsgebäude befanden sich früher die Schalterhalle mit Fahrkartenschaltern und die Gepäckabfertigung.
Hier befand sich auch der legendäre Wartesaal mit Restaurant für die Passagiere der ersten und zweiten Klasse.
In dem weitläufigen, mit Holz vertäfelten und einer hölzernen Kassettendecke versehenen Warteraum befand sich damals ein elegantes Restaurant.
Hier wurde den einkehrenden Gästen eine große Auswahl exklusiver Weine sowie "al'a Carte" ausgefallene Speisen angeboten.
Eine kleine Auswahl des damaligen Speisenangebotes:
Schildkrötensuppe, Enten-Salmi, Hummer, Hammelrücken und Steinbutt!
Der mit Holz vertäfelte Wartesaal war reichlich mit Gemälden und Palmen dekoriert.
Den Reisenden sollte der Aufenthalt im Wartesaal das Warten so kurzweilig und angenehm wie möglich gestaltet werden!
Im Jahr 1907 befand ein Reiseführer, dass man den Wartesaal im Harburger Hauptbahnhof wohl „zu den schönsten seiner Art in Deutschland zählen“ dürfte.
Ein anderer Chronist bezeichnete den Wartesaal "als einen der schönsten des Deutschen Reiches"!
Der damalige Pächter Christian Heeschen, war der Bruder des Cuxhavener Bahnhofsvorstehers, der hier seit Inbetrienahme der Unterelbe'schen Eisenbahn den Bahnhof leitete.
Der Harburger Hauptbahnhof wurde am 1. Mai des Jahres 1897 in einen grossen Festakt im wunderschönen Wartesaal der 1.Klasse, welcher reich mit Ölgemälden und Palmen verziert war, feierlich eingeweiht.
Einweihung und Festreden hielten der Oberpräsident v. Bennigsen aus Hannover und der Harburger Oberbürgermeister Ludowieg.
Nach dem offiziellen Teil soll, wenn man den Chronisten glauben darf, noch bis spät Abends ein rauschendes Fest gefeiert worden sein!
Mit der Fertigstellung des Harburger Hauptbahnhofs 1897 entstand hier nun endlich ein neuer, zentraler Gemeinschaftsbahnhof, der sämtliche, die Stadt Harburg berührenden Bahnverbindungen bedienen konnte.
Der Harburger Hauptbahnhof übernahm nach Fertigstellung dann auch sämtliche Personenverkehre von den bereits vorher vorgestellten drei Bahnhöfen, von denen einzig der an der Unterelbebahn liegende Bahnhof Harburg Unterelbe als regionaler Durchgangsbahnhof weiter im Personenverkehr bedient wurde.
Nach Norden führt die Bahn über die Elbbrücken zum Hamburger Hauptbahnhof, von dem wieder Bahnhstrecken in die Städte Schleswig-Holsteins und internationale Verbindungen nach Skandinavien weiter führen.
In Richtung Westen führt die Unterelbebahn nach Cuxhaven, nach Südwesten ist Bremen, nach Südosten sind Lüneburg, Celle und Hannover durch einem Schienenstrang mit Harburg verbunden.
Die 1897 gebauten Anlagen des Harburger Hauptbahnhof stehen heute noch!
1928 Umbenennung in Harburg- Wilhelmsburg Hauptbahnhof:
Ab 1928 trug der Bahnhof die Bezeichnung „Harburg - Wilhelmsburg -Hauptbahnhof“.
Bis zum Inkrafttreten des Groß- Hamburg Gesetzes 1937 führte der Bahnhof nun die Bezeichnung „Harburg-Wilhelmsburg Hauptbahnhof“.
1937 Inkrafttreten des Groß Hamburg- Gesetzes. Erneute Namensänderung des Bahnhofs in "Hamburg - Harburg".
Damals wurde die Bezeichnung dieser Bahnstation in „Hamburg – Harburg“ abgeändert.
So lautet der Name des Bahnhofs auch heute noch.
Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Eisenbahn zu einem der wichtigsten Arbeitgeber Harburgs.
Schon 1880 war gegenüber dem ehemaligen Bahnhof Grubestraße ein Bahnbetriebswerk samt einer gemeinsamen Hauptwerkstatt in Betrieb genommen worden, aus der später das Bundesbahn Ausbesserungswerk entstand.
Bis zur Schließung des Ausbesserungswerk Hamburg - Harburg der Bundesbahn 1990 waren hier bis zu 1.400 Menschen mit der Wartung und Reparatur von Waggons und Lokomotiven und sonstigen Bahnanlagen und -Fahrzeugen beschäftigt.
Ausserdem entstand hier, wie bereits am Staatsbahnhof auf dem Schellerdamm, eine Erweiterung des Güterbahnhofs.
Mit der Inbetriebmahme des Güter- und Verschiebebahnhof Maschen wurden die Güterbahnanlagen in Harburg bis Anfang des neuen Jahrtausend abgebaut.
Der Bahnhof, dessen Bezeichnung Hamburg Harburg lautet, ist heute nach einigen Umbauten und Renovierungen im Laufe seines „Bahnhofslebens“, von einigen kleinen baulichen Veränderungen einmal abgesehen, noch immer ein Schmuckstück und noch sehr gut erhalten.
Zuletzt wurden im Jahr 2010 die Bahnhofsgebäude durch die Deutsche Bahn aufwendig saniert.
Mit Unterstützung des vom Deutschen Bundestag beschlossenen Sonderprogramms Personenbahnhöfe werden in erster Linie energetische Maßnahmen durchgeführt sowie die Warte- und Verkehrsflächen ertüchtigt.
Bei der Gelegenheit erstrahlt das im Stil der „Hannoverschen Schule“ ausgeführte Gebäude wieder in seiner alten Schönheit, wozu auch die komplett neuen Fenster nach historischen Vorlagen zählen.
Der Bahnhof Hamburg-Harburg ist heute nach wie vor ein Knotenpunkt wichtiger Bahnlinien in Norddeutschland.
1897 - Harburg Hbf - koloriert
1897 - Harburg Hbf - PK kolorierter Stich
1899 - Harburg Hbf, Vorplatz - koloriert
1902 - Bahnhofshotel Harburg - koloriert
1905 - Harburg Moorstraße + Hbf - PK koloriert
1907 - Harburg Hbf - koloriert
1910 - Menschen am Harburger Hbf -koloriert
1912 - Harburg Hbf - Pk koloriert
1913 - Harburg Hbf, Vorplatz u. Droschken - koloriert
1937 - Harburg Hbf, Vorplatz - koloriert
1949 - Harburg Hbf, Vorplatz - koloriert
1954 - Harburg Hbf, Vorplatz - koloriert
1959 - Harburg Hbf, TEE Helvetia - koloriert
1964 - Harburg Hbf, Gleis 2 - koloriert
Harburg Unterelbe (1881 - 1994)
Als letzte der Harburg berührenden Eisenbahnstrecken wurde nach den Strecken Harburg – Hannover (1847), Harburg – Hamburg (1872) und Harburg – Bremen (1874) die Strecke der Unterelbe'schen Eisenbahn Harburg - Cuxhaven gebaut.
Der Bahnhof Harburg-Unterelbe an der Buxtehuder Straße war and er Strecke für die Privatbahn zunächst Endstation und der Betriebsbahnhof.
Es war ein langer Weg für diese Eisenbahnverbindung, deren ersten Pläne für den Bau schon auf das Jahr 1857 zurückreichen.
Andere Bahnverbindungen, wie zum Beispiel die internationale Verbindung Hamburg - Paris, versprachen den Anlegern mehr Gewinn und ließen die Pläne für die Bahn entlang der Unterelbe zunächst erst einmal für 15 Jahre ruhen.
Im Jahr 1872 erwarb dann ein Konsortium aus der Hauptstadt Berlin die Konzession für den Bau dieser Eisenbahnverbindung.
Hintergrund dieses Sinneswandels waren die Pläne für den Bau eines großen Hafens an der Elbmündung, welcher der zentrale Hafen für das Deutsche Reich an der deutschen Nordseeküste werden sollte.
Doch die Träume für diesen Hafen zerplatzten schnell, weil es nicht gelang das notwendige Geld für den Bau von Hafen und Eisenbahn aufzutreiben...
Weitere sieben Jahre verstrichen, bis mit Unterstützung der belgischen "Societe belge des chemin de fer" und des neuen Landesherrn Preußen, der dem Bau der Privatbahn zustimmte, die Unterelbe'sche Eisenbahngesellschaft und die die Cuxhavener Eisenbahn-Dampfschiff-und Hafen Aktiengesellschaft gegründet wurde.
In drei Etappen wurde der Bau der Unterelbebahn vollendet.
Der Endbahnhof am östlichen Ende der Bahn war der Bahnhof Harburg-Unterelbe, später Hamburg-Unterelbe.
Problematisch für die Unterelbe'sche Eisenbahngesellschaft war, das es keine direkte Schienenverbindung zwischen dem Endbahnhof der Unterelbebahn Harburg – Unterelbe und den Staatsbahnhof am Schellerdam gab.
Passagiere, die hier in Harburg mit der Staatsbahn zu weiteren Ziele im Reich weiterreien wollten, blieb zunächst nichts anderes übrig, als die 2,6 Kilometer vom / zum Staatsbahnhof entweder zu Fuß oder gegen Entgelt mit Pferdedroschen zurückzulegen.
Verhandlungen der Unterelbe'schen Eisenbahn mit dem Harburger Magistrat stockten immer wieder, weil die Harburger forderten, daß diese Verbindungslinie als "Viaduktlinie" gebaut werden sollte.
Hiermit wollte der Magistrat verhindern, das verschiedene der damaligen Hauptverkehrsstraßen durch Bahnübergänge „zerschnitten“ wurden.
Aus Kostengründen lehnte die Eisenbahngesellschaft und die Regierung in Hannover diese Forderung der Harburger ab.
Schließlich einigte man sich Ende 1881 auf den Bau der auf Straßenhöhe zunächst eingleisige verlegten Verbindung zwischen dem Bahnhof Unterelbe und dem Harburger Staatsbahnhof, auf der aber zunächst nur Güter und Gepäck transportiert werden durften.
Damit war die Unterelbe'sche Eisenbahn nun auch mit der ehemaligen Preußischen Staatsbahn verbunden.
Im Jahr 1890 wurde die Unterelbe'sche Eisenbahn von der Preußische Staatsbahn übernommen, verstaatlicht.
Damals wurde auch die zunächst eingleisige Verbindungsbahn mehrgleisig ausgebaut, was auch der weiteren Entwicklungen von Industriegebieten unterhalb der Harburger Häfen, wie auch der Petrochemie großen Aufschwung gab.
Ob und wann der Personenverkehr zwischen den zwei Bahnhöfen schon vorher zwischenzeitlich erlaubt und durchgeführt wurde, ist bisher nicht genau zu ergründen.
Aber anzunehmen ist das wohl schon.
Die Unterelbe'sche Eisenbahn hatte in der Zeit ihres Bestehens , nicht zuletzt auch durch die Anbindung an die Staatsbahn im Jahr 1890, eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftsentwicklung des gesamten Unterelberaum gespielt. Besondere Bedeutung hatte die Unterelbebahn auch für die Auswandererverkehre der Hapag nach Cuxhaven.
Im Jahr 1994 wurde der Bahnhof, der seit 1938 die Bezeichnung Hamburg Unterelbe trug, endgültig für den Personen Nahverkehr geschlossen.
1885 Bahnhof Harburg UE - koloriert
1900 Harburg UE - Kolorierte PK Lithographie
1906 Bahnhof Harburg UE - Kolorierte PK
1912 Bahnhof Harburg UE - koloriert
1898: Harburg Hbf
1902: Bhf Buxtehude
1906: Bhf Stade
1900: Bhf Cuxhaven